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Koenigsegg kauft Saab
Der
schwedische Autobauer Saab wird vom heimischen Sportwagenhersteller
Koenigsegg übernommen. Wie der TV-Sender SVT am Donnerstag berichtete,
stehen auch norwegische Investoren hinter der Übernahme. Zuletzt hatten
sich laut Presseberichten zwei bis drei Käufer für Saab interessiert.
Das Rennen hat nun offenbar Koenigsegg gemacht. Die Firma stellt
exclusive Sportwagen in kleiner Stückzahl im südschwedischen Ängelholm
her. Ein vorläufiger Kaufvertrag sei am Donnerstag unterschrieben
worden, hieß es in Stockholm. "Das Geschäft steht, es müssen aber noch
einige kleinere Details geklärt werden", sagte eine mit den
Verhandlungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.
Einzelheiten
über den Verkaufspreis und Zukunftspläne wurden nicht mitgeteilt.
Wer ist Koenigsegg ?
Koenigsegg ist ein Fahrzeughersteller aus Schweden. Die Firma Koenigsegg wurde 1993 von Christian von Koenigsegg in Ängelholm, Schweden gegründet. Im Jahr 2000 begann die Serienproduktion.
Das ehrgeizige Projekt der Herstellung eines Supersportwagens in Schweden wurde in der Entwicklungsphase unter anderem von Saab und Volvo sowie von vielen Zuliefererfirmen unterstützt.
Das Ziel von Christian von Koenigsegg war es, ein Fahrzeug als „reine Fahrmaschine“, wie er es nannte, auf den Markt zu bringen. Geringes Gewicht, hohe Motorleistung und die Verwendung hochwertiger Materialien waren dabei wichtige Punkte.
Die bisher auf den Markt gebrachten Modelle sind der Koenigsegg CC8S, CCR, CCX, CCXR und die Rennversion CCGT. Für das Jahr 2010 ist die Vorstellung eines Viertürers mit circa 515 kW (700 PS) und einer Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h geplant. Finanziert wird das Projekt hauptsächlich von Investoren und potentiellen Kunden aus Fernost.
Der Koenigsegg CC8S löste den McLaren F1 mit 388 km/h als schnellstes straßenzugelassenes Serienfahrzeug im Guinness-Buch der Rekorde ab. Der Koenigsegg CCR war Anfang 2005 offiziell mit einer Höchstgeschwindigkeit von 390 km/h das schnellste straßenzugelassene Auto der Welt. Dieser Rekord wurde auf der kreisrunden Pista di Nardò in Italien aufgestellt. Koenigsegg betont, es seien auch noch 395 km/h möglich. Seit August 2005 hielt der Bugatti Veyron 16.4 mit 407,5 km/h den Rekord. Da sich dieser nie einem offiziellen Geschwindigkeitstest gestellt hatte, blieb der Koenigsegg offizieller Rekordhalter. Der Veyron erreichte diese Geschwindigkeit inoffiziell gemessen in der BBC-Sendung „Top Gear“ auf der VW-Teststrecke. Am 13. September 2007 stellte sich der SSC Ultimate Aero TT einem offiziellen Guinness-Buch der Rekorde-Geschwindigkeitstest und erreichte als neuen Rekord 411,76 km/h (absolute Spitze: 413,83 km/h). Im offiziellen Zertifikat sind 412 km/h als Höchstgeschwindigkeit vermerkt.
Der Koenigsegg CC8S schnitt bei einem Crashtest im schwedischen Autoliv-Crash-Test-Center trotz seiner Leichtbauweise als eines der sichersten je dort getesteten Fahrzeuge ab.
Ausserdem hält er Gerüchten zufolge den Rekord für die größte Geschwindigkeitsübertretung, die jemals verfolgt wurde. Das Fahrzeug soll 2003 während des Gumball 3000-Rennens in Texas mit 242 mph (ca. 389 km/h) in einer 75-mph-Zone (ca. 120 km/h) gemessen worden sein.
Karosserie
Koenigsegg CC8S
Die Koenigsegg-Fahrzeuge besitzen ein Karbonfaser-Chassis, einen Stahlrahmen im Frontbereich sowie einen Aluminium-Rahmen im Heck. Die gesamte Karosserie besteht aus Kohlefaser.
Die Karosserien des CC8S und des CCR unterscheiden sich nur in Details voneinander. Die Unterschiede liegen hauptsächlich im Bereich der Rückleuchten und der Scheinwerfer. Das Fahrzeug verfügt über ein sogenanntes Targadach, welches herausgenommen und im 120 Liter großen Gepäckraum untergebracht werden kann. Die Türen sind eine Mischung aus normalen Fahrzeugtüren und Flügeltüren. Sie entfernen sich beim Öffnen zuerst von der Karosserie und schwenken dann senkrecht nach oben, stehen somit in geöffnetem Zustand senkrecht hinter den Vorderrädern.
Der cw-Wert der Karosserie liegt bei 0,297, die Stirnfläche beträgt 1,825 Quadratmeter.
Interessant ist die von Koenigsegg gewährte zehnjährige Garantie auf Durchrostungen, weil es an diesem Fahrzeug aufgrund der verwendeten Materialien kaum ein Teil gibt, das rosten könnte.
Innenraum
Die Karbonfasersitze verfügen über Bezüge aus Leder, Alcantara sowie dem von der NASA entwickelten Werkstoff Tempur, der sich der Körperform anpasst.Erstellung: 11.06.2009




