Inhalt:
Die Saab Geschichte und unser Sicherheitskonzept
Die Saab-History
Saab Geschichte und Innovationen im Zeitticker

Das Saab Logo
Das schwedische Unternehmen Saab (Svenska Aeroplan Aktie Bolaget) wurde
1937 gegründet und baute zunächst Flugzeuge. Die Automobilproduktion
begann 1946. Im Logo findet sich der Kopf eines Adlers, den eine Krone
ziert. Das Tier ist Symbol der Stadt Skane im Süden Schwedens, wo Saab
seine Wurzeln hat. Nach der Fusion mit dem Lkw-Hersteller Scania
tauchte zwischenzeitlich auch dessen Name im Logo auf.
1937
wird die Svenska Aeroplan Aktiebolaget als nationaler Hersteller von Militärflugzeugen, gegründet.
1946
steigt Saab in den Automobilbau ein.
1947
präsentiert Saab sein erstes Automobil.
Der Prototyp (Saab 92001) verfügt über einen quer eingebauten
Zweizylinder-Zweitaktmotor (692 ccm), Frontantrieb, einen stabilen
Sicherheitskäfig und ein aerodynamisches Profil, das an eine
Flugzeugtragfläche erinnert.
1949
geht der Saab 92, das erste Saab Serienmobil, in Produktion. Eines der
herausstechendsten Merkmale des mit einem Zweizylindermotor (764 ccm,
25 PS) versehenen Fahrzeugs ist der geringe Luftwiderstand. Bis 1956
werden über 20.000 Saab 92 gebaut.
1955
kommt der Nachfolger Saab 93 mit einem Dreizylinder-Zweitaktmotor (748 ccm, 33 PS) auf den Markt.
1956
werden sechs Exemplare des Saab Sonett gebaut. Der nur 500 kg wiegende
Sportwagen erreicht mit seiner leistungsgesteigerten Maschine (58 PS)
aus dem Saab 93 eine Spitzengeschwindigkeit von über 160 km/h.
1958
Saab führt als erster Hersteller Sicherheitsgurte als Standard ein.
1959
ist das Geburtsjahr des Saab 95, des ersten Kombis von Saab.Er bot
Platz für 2, 5 oder 7 Personen. Ein Vierzylinder-Motor kam 1967 zum
Einsatz.
1960-1980
läuft die Produktion des in mehr als 547.000 Exemplaren hergestellten
Saab 96. 1967 wird sein Dreizylinder-Zweitaktmotor (841 ccm, 38 PS)
durch einen Vierzylinder-V-Motor (1498 ccm, 68 PS) ersetzt.
1962 und 1963
gewinnt Eric Carlsson die Rallye Monte Carlo auf einem Saab 96. Saab
rüstet seine Fahrzeuge serienmäßig mit Sicherheitsgurten aus.
1966
wagt Saab einen zweiten Sportwagen-Versuch. Die Sonett II (Saab 97)
besitzt eine Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff, der
Zweitaktmotor leistet 60 PS, der ab 1967 verbaute Viertakter
68 PS.
1967
präsentiert Saab den vollkommen neu entwickelten Saab 99. Die
Mittelklasselimousine verfügt über einen quer eingebauten
Vierzylinder-Reihenmotor (1709 ccm, 80 PS). Im Laufe der Zeit glänzt
das Fahrzeug mit zahlreichen Innovationen, die sich später im
Automobilbau durchsetzen: Scheinwerfer-Wisch-Wasch-Anlage (1970),
selbstreparierende Stoßfänger, beheizbare Sitze (1971) und
Flankenschutz in den Türen (1972).
1969
schließt sich Saab AB mit dem Lkw-Hersteller Scania-Vabis AB zur Saab Scania AB zusammen.
Zündschloß zwischen den Vordersitzen.
Die traditionelle Position des Zündschlüssels verursacht bereits bei
kleinen Unfällen schwere Knieverletzungen. Diese Gefahr wird durch die
Lage zwischen den Vordersitzen gebannt.
1970
erscheint die Saab Sonett III, eine stark weiterentwickelte Version der
Sonett II.Gleichzeitig war dies der erste Saab der keine
Lenkradschaltung hatte.
1972
Saab war der erste Hersteller, der seine Türen zur Steigerung des Seitenaufprallschutzes mit Verstärkungen ausstattete.
1973
erhält der Saab 99 (1985 ccm, 95 PS) ein praktisches Fließheck. Mit der
großen Heckklappe und der umklappbaren Rückbank ist das Saab 99 Kombi
Coupé wirklich Kombi und Coupé in einem.
1976
Um auch strengere Abgasnormen zu erfüllen: Saab-Fahrzeuge können mit
einem geregelten 3-Wege Katalysator ausgestattet werden.
1977
erregt der auf der Frankfurter IAA präsentierte Saab 99 Turbo (1985
ccm, 145 PS) viel Aufsehen. Als erstes Fahrzeug verfügt er über einen
alltagstauglichen und zuverlässigen Turbo-Motor.
1978
ersetzt der Saab 900 den Saab 99. Als erster Automobilhersteller setzte
Saab einen Innenraum-Luftfilter ein - besonder für Allergiker ein
willkommenes Ausstattungsmerkmal. Es ist auch die Geburtsstunde der
Sicherheitslenksäule die im Falle eines Frontalaufpralls nicht in den
Innenraum eindringt.
1980
gibt es den Saab 900 neben der fünftürigen GLE-Ausführung auch wieder
als Stufenhecklimousine. Saab führt das APC-System ein, das den Motor
automatisch an die Oktanzahl des jeweils verwendeten Kraftstoffs
anpasst, indem es die Turboleistung erhöht oder verringert.
1981
Wieder eine Innovation: der asphärische Außenspiegel. Hierdurch gibt es
beim Blick in den Außenspiegel keinen toten Winkel mehr.
1982
Saab nutzt die Vorteile neuer Materialien und entwickelt asbestfreie bremsbeläge
1983
kommt der 900 Turbo mit einem Vierventil-Motor (1985 ccm, 175 PS), der
erste turboaufgeladene Vierventiler weltweit. Dieses weltweit erste
Fahrzeug mit einem 16-Ventil-Motor mit Turbolader wurde unter dem Namen
Saab Aero bekannt.
1984
Mit dem Saab 9000 gelang Saab der Einstieg in das Oberklasse-Segment.
Der großzügig gestaltete Innenraum brachte ihm selbst in den USA die
Einstufung als "großes Fahrzeug" ein - obwohl er die gleichen
Aussenabmessungen aufwies wie der Saab 900.
1985
Durch das Direkt-Zündsytem von Saab sind Zündkabel und Zündverteiler
überflüssig geworden. Jede Zündkerze verfügt über eine eigene Spule die
eine Spannung von 40.000 Volt erzeugt. Bessere Verbrennung und
Kaltstarteigenschaften sind das Resultat.
1986
erscheint das Saab 900 Cabriolet auf dem Markt und begründet eine wahre Erfolgsstory.
1988
Mit dem Saab 900CD stellt Saab die Traktionskontrolle(TCS) vor.
1990
beteiligt sich General Motors an der Saab Personenwagen-Abteilung.
1991
Der Saab 9000 CS verfügte als erstes Fahrzeug über eine FCKW-freie
Klimaanalage sowie über eines der zum damaligen Zeitpunkt robustesten
Schutzsysteme gegen Seitenaufprall. Saab selbst entwickelt ein bis
heute noch fortschrittliches Motormanagmentsystem: Saab Trionic.
1993
erfolgt die Ablösung des bisherigen Saab 900 durch ein vollkommen neu
entwickeltes Modell. Saab 900-2:sie verfügten über Seitenaufprallschutz
oder Dreipunkt-Sicherheitsgurte
1994
wird auch das beliebte Cabriolet durch einen Nachfolger auf Basis des neuen 900 ersetzt.
1996
SAHR - die aktive Kopfstütze. Schleudertraumafälle würden drastisch
zurück gehen, verfügten alle Fahrzeuge über korrekt plazierte
Kopfstützen. Die aktive Kopfstütze nimmt im Falle eines Heckaufpralls
automatisch die richtige Position ein und kontrolliert zudem die
Bewegung des Kopfes und der Wirbelsäule.
1997
ersetzt der Saab 9-5 den bisherigen 9000. Mit dem Saab 9-5 erweiterete
Saab sein Modellprogramm um eine viertürige Limousine der
Spitzenklasse. Mit einigen Weltneuheiten, wie aktiven Kopfstützen und
ventilierten Vordersitzen. Der unmittelbare Erfolg in wichtigen Märkten
führte zu einer kräftigen Absatzsteigerung.
1998
Der
Saab 9-3 löst den 900-2 ab. Passive Sicherheit ist einer von 1100
Parametern die im neuen Saab 9-3 weiter verbessert wurden. Zweiteilige
Seitenairbags gehören jetzt zur Standardausstattung. Und zum ersten Mal
bei Saab: ein Turbodiesel mit Direkteinspritzung
1999
wird der Saab 9-5 Limousine der Saab 9-5 Sport-Kombi zur Seite
gestellt. Lastverankerungsschienen, ausziehbarer Kofferraumboden und
eine integrierte Dachreeling bieten ausgezeichnete
Transportmöglichkeiten.
2001
wird auf der IAA eine Sudie des Saab 9X präsentiert. Die
aufsehenerregende Studie Saab 9X ist eine neue Form eines Sportwagens,
der sich herkömmlichen Konventionen widersetzt. Zum ersten Mal wurden
vier Fahrzeugkonzepte (Coupé, Roadster, Kombi und Pick-Up) in einem
Fahrzeug vereint.Der Saab 9X wird am besten beschrieben als ein
sportliches multi-dynamisches Automobil, welches die Marke Saab in sich
vereint.
2002
ersetzt die neu konstruierte dynamische 9-3 Sport-Limousine den
bisherigen Saab 9-3 (Coupé, fünftürig). Des Weiteren kommt eine Studie
des Saab 9-3X auf den Markt.
2003
geht das Saab 9-3 Cabriolet bei Magna Steyr in Produktion. Das Saab 9-3
Cabrio ist ein echter Viersitzer für vier Jahreszeiten. Mit Einführung
des CargoSet vergrößert sich beim Schließen des Daches automatisch das
Fassungsvermögen des Gepäckraumes um den Platz den zuvor das Faltdach
beansprucht hatte. Weltpremiere des Saab 9-3 Kombi-Konzepts mit
neuartigen Fahrradhalterungen am Heck und einem transparenten Dach auf
der IAA in Frankfurt.
2004
wird der Saab 9-2X in USA und Kanada eingeführt.
2005
nach der 9-3 Sport-Limousine folgt jetzt der passende Kombi. Saab 9-3 SportCombi
Das Saab Sicherheitskonzept
Sicherheitsoptimum durch Erfahrung
• Crashtest-Konfigurationen basieren auf Untersuchungen aus dem realen Leben
• Sicherheitskäfig mit verformbaren Strukturen an Front- und Heckpartie
• Aktive Saab Kopfstützen (SAHR) der zweiten Generation für die Frontsitze
• Kopfairbags zum Schutz bei seitlichem und frontalem Aufprall
• Ausgereifte Messfühlertechnik für den Einsatz von Airbags und Sicherheitsgurt
Die
schwedische Premiummarke Saab kann auf eine lange, erfolgreiche
Entwicklung bei der Fahrzeugsicherheit zurückblicken. Bei
Unfalluntersuchungen durch das US Highway Loss Data Institute (HLDI)
und die schwedische Versicherungsgesellschaft Folksam haben die
Fahrzeuge der Marke Saab stets gut abgeschnitten; sie wurden mehrmals
sogar als die besten in ihrem Marktsegment eingestuft. In
EuroNCAP-Crashtests haben sowohl die Saab 9-5 Limousine, als auch die
9-3 SportLimousine und das 9-3 Cabriolet die Maximalbewertung von fünf
Sternen erzielt. In den USA bekam die Saab 9-3 SportLimousine bei
Crashtests des Institute for Highway Safety (IIHS) der amerikanischen
Versicherungsgesellschaften als erstes Fahrzeug mit serienmäßiger
Sicherheitsausrüstung den Sonderpreis "Double Best Pick". Für Saab ist
das Streben nach verbesserter Sicherheit ein fortwährender Prozess. Das
Saab 9-3 Produktprogramm hat den Sicherheitsingenieuren eine weitere
Gelegenheit geboten, die Lehren aus dem realen Unfallgeschehen in der
Serienproduktion anzuwenden. Die Aufprallfestigkeit der Karosserie
profitiert von einer Reihe struktureller Systeme, die zuerst am
größeren Modell 9-5 eingesetzt wurden, sowie der Einführung weiterer
Maßnahmen zum Schutz der Fahrzeuginsassen. Dazu zählen unter anderem
die aktiven Kopfstützen (SAHR) von Saab sowie Kopfairbags.
Crash-Konfigurationen aus dem wirklichen Leben
Gestützt auf die Ergebnisse einer Datenbank, die mehr als 6.100 Zusammenstöße auf schwedischen Straßen umfasst, an denen Fahrzeuge der Marke Saab (Modellreihen 9-3 und 9-5) beteiligt waren, sind Computer-Simulationen und Crash-Prüfungen bei Saab darauf ausgelegt, genau zu analysieren, was bei Realunfällen passiert. Im Laufe des Entwicklungsprogramms der aktuellen Modellreihe Saab 9-3 wurden der Konstruktionsentwurf des Fahrzeugs und seine Insassen-Schutzsysteme nicht nur mittels von Verbraucherschützern und gesetzlicher Seite geforderten Crashtests bewertet, sondern auch durch eine große Anzahl zusätzlicher, firmeneigener Konfigurationen, die Insassen verschiedenster Größe berücksichtigten. Prototypenversuche wurden sowohl im Labor als auch im Gelände mit einer großen Anzahl von Geschwindigkeiten und Konfigurationen gemacht. Ausgereifte Unfallsimulationen unter Verwendung der Finite-Elemente-Methode (FEM) und unter Heranziehung der weitreichenden Erkenntnisse von Saab auf diesem Gebiet halfen, schon vor dem Bau von Prototypen Lösungen zu finden. Unterstützende Simulationen wurden sowohl während der gesamten Entwicklung des Konstruktionsentwurfs eingesetzt als auch für die Abstimmung der Insassen-Schutzsysteme wie Sicherheitsgurte und Airbags. Die Crashtests dienten demzufolge einzig dem tatsächlichen Nachweis der Computer- und Simulationsergebnisse.
Sicherheitsstruktur
Der Sicherheitskäfig des Saab 9-3 hilft, den Fahrzeug-Innenraum zu schützen. Er wird hauptsächlich aus hochfestem Stahl hergestellt. Seine zumeist vollständig geschlossenen Holmprofile geben zusätzliche Festigkeit. Alle Verbindungsstellen sind so ausgelegt, dass bei einem heftigen Aufprall ein Auseinanderreißen verhindert wird. Die vorderen und hinteren Knautschzonen sind aus sorgfältig geformten Stahlelementen hergestellt, die durch ihre spezielle Auslegung Aufprallenergie absorbieren, sie verteilen und von der Fahrgastzelle ablenken. Drei ausgeprägte Lastpfade auf jeder Seite der Frontpartie von SportLimousine und SportCombi sind so ausgelegt, dass Aufprallkräfte durch den vorderen Hilfsrahmen, entlang der Längsträger und durch den oberen Dachholm in die A-Säule gelenkt werden. Die Längsträger besitzen große Profile, die sich durch den Boden des Fahrzeugs hindurch bis zum Rücksitz erstrecken. Diese Konstruktion ist eine Weiterentwicklung des zuerst im Saab 9-5 eingesetzten Konzepts. Die drei Lastpfade sind über Querträger verbunden, wobei der Stoßstangenträger der wichtigste von allen ist. Er hilft, die Aufprallkräfte bei Frontalkollisionen über und durch die Frontkarosserie hindurch zu verteilen. Der Träger besteht aus einer Boron-Stahl-Legierung, die bis zu sechsmal fester als reiner Stahl ist und eine sehr hohe Biegefestigkeit von 900 Newton pro Quadratmillimeter aufweist. Als zusätzlicher Seitenaufprallschutz wirken die B-Säule, die Seitenschweller und die Türverstärkungen als ein einziges, ganzheitliches Gefüge, das sich in einer kontrollierten und vorhersehbaren Weise verformt. Einen wichtigen Teil dieser Strategie stellt die Pendel-Bewegung der B-Säule dar - ein ebenfalls beim 9-5 verwendetes Konzept. Prinzipiell ist die B-Säule drehbar am Dachholm des Sicherheitskäfigs angebracht. Ihre oberen und mittleren Profile sind massiv verstärkt. Dadurch ist die Säule so ausgelegt, dass sie sich bei einem Aufprall im unteren Bereich nach innen biegt und so hilft, Seitenkräfte in Bodenrichtung und somit von Kopf- und Brustbereich der Insassen wegzulenken. Die Türverstärkung ist so ausgelegt, dass sie bei der Unterstützung des Tragwerks hilft. Außerdem verzahnt sich das untere Ende der Türen mit den verstärkten Türschwellern, so dass die gesamte seitliche Struktur eine wichtige Rolle bei der Lastverteilung spielt. Auch bei Seitenkollisionen mit einem schmalen Hindernis, beispielsweise einem Baum oder Strommast, bei denen die B-Säule nicht beteiligt ist, kommt den Türverstärkungen eine bedeutende Last tragende Funktion zu. Am Heck sind zwei weitere Längsträger dafür ausgelegt, sich schrittweise zu verziehen und zu verformen, um ebenfalls den Fahrzeuginnenraum zu schützen und die Crash-Energie in Richtung der unteren C-Säulen zu verteilen. Der Kraftstofftank ist tief unten vor der hinteren Achse eingebaut, weit entfernt von möglichen Aufprallstellen.
Zweite Generation der aktiven Kopfstützen von Saab (SAHR)
Die serienmäßigen aktiven Kopfstützen von Saab (SAHR = Saab Active Head Restraints) sind an den Vordersitzen angebracht. Von der medizinischen Fachzeitschrift "US Journal of Trauma" veröffentliche Unfallstudien und Vergleichsprüfungen des Institute for Highway Safety der Versicherungswirtschaft der USA und des Forschungszentrums der Thatcham-Versicherung in Großbritannien haben gezeigt, dass SAHR einen äußerst wirksamen Beitrag zur Vermeidung schwerer Halsverletzungen der Insassen bei Auffahrunfällen leistet. Das US Journal of Trauma veröffentlichte eine Studie, die beim Vergleich von mit SAHR ausgerüsteten Saab Fahrzeugen und älteren Modellen, bei denen das System SAHR fehlt, ein um beachtliche 75 Prozent verringertes Auftreten schwerer Halsverletzungen feststellte. Die Produktfamilie Saab 9-3 ist mit der SAHR-Version der zweiten Generation ausgestattet, die eine noch schnellere Aktivierung während Auffahrunfällen bei niedrigen Geschwindigkeiten bietet. Die Kopfstütze wird aktiviert, sobald der untere Rückenbereich eines Fahrzeuginsassen während eines Auffahrunfalls durch den Trägheitseffekt gegen die Rückenlehne gedrückt wird. Die Stütze ist am oberen Rückenlehnen-Rahmen angebracht, der mit schwenkbarer Mitte ausgelegt ist. Sobald der untere Rückenbereich des Insassen mit dem unteren Teil der Lehne in Berührung kommt, bewegt sich die obere Hälfte des Rahmens, auf dem die Kopfstütze angebracht ist, nach vorne auf den Kopf des Insassen zu. Bei einem Auffahrunfall hilft dieser Mechanismus, Halsverletzungen zu vermeiden, indem das Ausmaß der Kopfbewegung gegenüber der Rumpfbewegung verringert wird. Das System SAHR basiert auf einem mechanischen Prinzip, bei dem die Kopfstütze nach einer Aktivierung automatisch wieder in ihre passive Stellung zurückspringt - bereit für einen weiteren Einsatz.
Kopfairbags und Seitenairbags vorn
Kopfairbags
sind auf jeder Seite zwischen A- und C- Säule an der Innenseite des
Dachhimmels über den Seitenscheiben montiert. Sie sind so gestaltet,
dass sie helfen, während der gesamten Unfallabfolge den Kopfschutz für
Insassen auf dem Vordersitz und auf dem Rücksitz zu verbessern.
Seitenairbags, die in den Außenkanten der beiden vorderen
Sitzrückenlehnen angebracht sind, schützen außerdem den Brustkorb.
Beide Airbag-Typen werden bei einer Seitenkollision zusammen mit den
Gurtstraffern aktiviert. Gleiches gilt bei einem schweren
Frontalaufprall, der die Aktivierung der zweiten Stufe der vorderen
Airbags erfordert. Dies unterstützt den Kopf- und Körperschutz im Fall
eines nachfolgenden Aufpralls oder eines möglicherweise folgenden
Überschlags.
Um die Dämpfungskinematik während des Aufblasens zu
verbessern, werden die Kopfairbags vom mittleren B-Säulenbereich nach
außen hin aufgeblasen. Sie bleiben bis zu drei Sekunden aufgeblasen um
zu verhindern, dass der Kopf eines Insassen während eines Aufpralls
gegen die A-, B- oder C-Säule oder gegen eindringende Teile von außen
schlägt. Um die Aufprallerkennung zu verbessern und einen intelligenten
Einsatz des Airbags zu erzielen, werden zwei Aufprallsensoren in jeder
Fahrzeugseite eingesetzt - einer im Schweller in der Nähe der B-Säule,
der andere im unteren Teil der C-Säule. Diese Sensoren messen den
Beschleunigungsgrad, wobei die Entscheidung, einen Airbag auszulösen,
innerhalb weniger Millisekunden vom zentralen Sensor- und Diagnosemodul
(SDM) getroffen wird.
Zweistufige Front-Airbags
Diese Airbags sind so gestaltet, dass sie einen insassenfreundlichen Einsatz bei einem Frontalaufprall ermöglichen. Zwei Sensoren im vorderen Stoßfänger ermitteln die Schwere des Aufpralls, ein Sensor in der Schiene zur Sitzführung übermittelt die Sitzstellung und ein Schalter im Gurtschloss zeigt an, ob die Sicherheitsgurte angelegt sind. Diese Daten werden zum zentral angeordneten SDM gesendet, das innerhalb von Millisekunden entscheidet, ob die Gurtstraffer alleine aktiviert oder in Verbindung mit Stufe 1 oder Stufe 2 die Airbags aufgeblasen werden. Bei einem schweren Aufprall, bei dem die zweite Stufe des vorderen Airbags zum Einsatz kommt, sorgt darüberhinaus der Kopfairbag für zusätzlichen Schutz. Eine Kollision, die einen relativ niedrigen Grad an Aufprallenergie freisetzt, würde zum Beispiel einen geringeren Airbagdruck und daher eine langsamere Aufblasgeschwindigkeit erfordern als ein schwererer Hochgeschwindigkeits-Aufprall. Ein kleiner Fahrer, der nah am Lenkrad sitzt, profitiert ebenfalls von einem sanfteren Aufblasen mit niedrigem Druck.
Gurtkraft-Begrenzer und Erinnerungssystem
Trotz
des Einsatzes von Airbags stellen Sicherheitsgurte noch immer das
wichtigste Insassen-Rückhaltesystem dar. Dreipunkt-Gurte kommen bei 9-3
SportLimousine und SportCombi für alle fünf Sitzplätze, also auch den
mittleren Platz auf der Rückbank, zum Einsatz.
Für beide
Frontpassagiere gibt es Gurtstraffer und eine Funktion zur Begrenzung
der Gurtkraft. Beides hilft, einen lockeren Sitz des Sicherheitsgurtes
zu vermeiden und so die Gurtkräfte bei schweren Unfällen zu mindern.
Der Gurtstraffer ist an der Aufrollautomatik angebracht. Er wird durch
ein Signal des Airbag-Sensor-Systems aktiviert, das eine kleine
pyrotechnische Ladung zündet, die den Gurt spannt. Der
Gurtkraftbegrenzer besteht aus einem Torsionsstab in der
Aufrollautomatik, der ab einer vorgegebenen Belastung beginnt sich zu
verformen und dadurch die Gurtlast verringert. Saab setzt seit 1974
eine Sicherheitsgurt-Erinnerungsfunktion ein. Um mit Nachdruck zu
vermitteln, wie wichtig das Gurttragen ist, informiert und erinnert ein
System Fahrer und Beifahrer unabhängig voneinander auf Grundlage von
Geschwindigkeit und Zeit mittels Warnleuchte und Warngeräuschen, falls
der Sicherheitsgurt nicht angelegt ist.
Insassenfreundlicher Innenraum
Die lange Saab Erfahrung wurde außerdem eingesetzt, um Oberflächen und Materialien im Innenraum insassenfreundlich zu gestalten. Besonders der vordere Teil der Fahrgastzelle in der Nähe von Knie und Unterschenkel ist gut gepolstert, um eine Verletzung der Passagiere zu vermeiden. Im Fußraum hilft eine Schutzpolsterung, die Gefahr von Fußverletzungen zu verringern. Die Pedale sind so ausgelegt, dass sie bei einem schweren Aufprall wegbrechen; gleiches gilt für die Lenksäule. Insassensicherheit ist der Hauptgrund für die Vertiefungen der inneren Türarmlehnen und Türgriffe. Aus dem gleichen Grund wird beim Saab 9-3 die Tradition des auf dem Boden der Mittelkonsole angebrachten Zündschalters beibehalten. Er befindet sich so in sicherer Entfernung vom empfindlichen Knie- und Beinbereich.
Fahrsicherheit
Natürlich ist es immer besser, gar nicht erst in einen Unfall verwickelt zu werden. Die ausgezeichnete Fahrwerksdynamik, Lenkung und Bremsanlage der 9-3 Modelle unterstützen den Fahrer dabei, die Kontrolle zu bewahren, so dass er mit wesentlich geringerer Wahrscheinlichkeit in einen Unfall verwickelt wird oder eher in der Lage ist, eine Kollision zu vermeiden.Die Fahrsicherheit wird durch das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP), mechanische Bremskraft-Unterstützung (MBA), elektronische Bremskraft-Verteilung (EBD) und Kurvenbremskontrolle (CBC) noch weiter verbessert. Optionales Bi-Xenon-Kurvenlicht verbessert die Sicht bei Dunkelheit. Die mit der Lenkung verbundenen Lampen schwenken bis zu 15 Grad, sobald mit einer Geschwindigkeit von mehr als 15 km/h eine Biegung oder Kurve durchfahren wird. Bei Autobahnfahrten über 120 km/h wird das Abblendlicht zudem automatisch leicht angehoben, um eine bessere Ausleuchtung der Fahrbahn ohne Blendung entgegenkommende Fahrer zu erreichen. Zur verbesserten Fahrsicherheit trägt auch eine Verminderung des Ablenkungspotentials für den Fahrer bei. Deshalb ist die Modellreihe 9-3 zusätzlich mit dem System ComSense von Saab ausgerüstet, das auf dem Konzept eines dynamischen Belastungsmanagements basiert. Darüber hinaus bietet Saab die Reifendruck-Kontrolle TPM (Tire Pressure Monitoring) als weiteres Sicherheitsfeature an. Zunächst ist das System für die Aero-Modelle mit 17- und 18-Zoll-Rädern serienmäßig. Es warnt den Fahrer, falls der Luftdruck in einem der Reifen unter den empfohlenen Grenzwert fällt. Sensoren in den Ventilen senden ein Funksignal, das eine Warnmeldung auf dem Hauptdisplay im Armaturenbrett auslöst und anzeigt, welcher Reifen vom Druckverlust betroffen ist.





